Dieselskandal

Frontal 21 am 07.06.2017

Chronologie:

08/2009 Audi A4 gekauft mit umweltfreundlichem Dieselmotor EA189 und Abwrackprämie genutzt

05/2015 Beginn des weltweiten Dieselskandals wegen des Motor EA189. Er ist schon seit 2008 in Serie bei verschiedenen Fahrzeugmodellen des VW-Konzerns eingebaut worden: u.a. bei VW, Audi, SEAT und Skoda. 

02/2016: Mitteilung über Rückruf meines Fahrzeugs wegen fehlerhafter Software zur NOx Prüfung des Motors

01/2017: Aufforderung zum Rückruf, Softwareupdate für Korrektur steht zur Verfügung

01/2017: Kontaktaufnahme mit 2 Rechtsanwaltskanzleien, die Betroffene unterstützen: Lehnen&Sinnig verlangen hohe Kosten, myRight deckt die Kosten über einen Treuhandvertrag ab

02/2017: Entscheidung für myRight

03/2017: Anfrage, ob ich für einen Bericht von Frontal 21 zur Verfügung stehe, ich sage zu

04/2017: Durchführung des Softwareupdates

04/2017: Treuhänderische Abtretung von 35% einer etwaigen Entschädigung an myRight, damit trage ich kein Prozessrisiko

12/2018: Anmeldung im Klageregister des MBJ wegen Musterfeststellungsklage

08/2019: Verkauf des Fahrzeugs

03/2020: Bescheid von VW, dass Musterfeststellungsklage mit Vergleich beendet wird. Da ich Ansprüche an Dritte abgegeben hatte, war ich ausgeschieden

11/2021: Abgabe eines Fahrtenbuches

11/2021: Angebot eines externen Finanzierers, mir meinen etwaigen Entschädigungsanspruch von 5.000 EUR sofort mit 1.500 EUR abzukaufen, abgelehnt

12/2022: Statusbericht von myRight

07/2023: Statusbericht von myRight

07/2024: Aktualisierung persönliche Daten

04/2025: Beendigung des Verfahrens, alle Ansprüche abgegolten (über die Höhe der Entschädigung besteht Schweigepflicht.

2025: Aus heutiger Sicht würde ich eine solche Reportage nicht mehr mitmachen. Damals war es mehr Spaß. Was wusste ich schon von dem, was sich hinter den Kulissen abgespielt hat. Mich als umweltbewusste, zornige Geschädigte aufzuspielen, darüber kann ich heute nur lachen. Aus Anlass der Verurteilung von Ex-Vorstandschef Winterkorn und Ex-Audi-Chef Stadler kam noch einmal ein Anruf vom ZDF, ob ich bei einer Folgesendung mitmachen würde. Ich sagte zu, sagte aber auch, dass ich die ganze Geschichte jetzt anders sehe, dass es darum ging, die deutsche Autoindustrie zu zerstören, was mit dem Dieselskandal seinen Anfang nahm. Ich bekam keine Anrufe mehr.